Beispiel von falschen Glaubenssätzen

Geschrieben von Wolfgang Hans Albrecht

25. Februar 2026

Allgemein
(Die Namen sind fiktiv und doch ist diese Geschichte wahr.)

Ich habe von einer jungen Frau einen Anruf erhalten, die ich in diesem BLOG-Beitrag Elisabeth nennen möchte. Sie ist eine junge und hübsche Frau. Ich möchte diesen Fall als ein ausgezeichnetes Beispiel dafür erwähnen, wie bewusste Glaubenssätze unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflussen. Elisabeth ist Anfang der Dreißig, geschieden und hat drei Kinder. Sie rief mich an, um mir zu sagen, dass sie heute Morgen ihre Stellung verloren hat. Abgesehen davon hatte sie schon eine Woche voll widriger Lebensumstände und unangenehmer Gefühlserlebnisse hinter sich.

Wirkung der Glaubenssätze
Ein junger Mann, den sie immer wieder gerne getroffen hat, hatte sich von ihr zurückgezogen. Ein Verkäufer hatte sie anscheinend in eine sehr demütigende Lage gebracht, indem er sie vor allen Leuten anschrie. Auch all die anderen Begegnungen waren in letzter Zeit ähnlich unangenehm verlaufen. Schließlich wurde sie krank. Sie blieb von der Arbeit weg, bis die Situation im Verlust ihrer Stellung ihren Höhepunkt fand. Sie meinte zu mir: „Ich bin eine minderwertige Person, die mit dem Leben nicht zurechtkommt und ich kann mich gegenüber meinen Kollegen und der Welt nicht behaupten“.

Sie hatte diese Glaubenssätze natürlich schon die längste Zeit über mit sich herumgetragen, und diese waren unbewusst auch körperlich zum Ausdruck gekommen, durch Gestik, Ausdrucksweisen und den Ton ihrer Stimme. Ihr ganzes physisches Fundament (psychisches Selbst) war auf Zurückweisungen gefasst und ausgelegt. Alle Ereignisse wurden (mit Nachdruck) unabhängig davon, wie sie eigentlich waren, im Lichte dieser Geisteshaltung interpretiert. Jetzt wirkt das Elemental, diese Wesenheit auch entsprechend.

„Diese, dem Organismus zugänglichen Daten wurden im Sinne einer zielgerichteten Suche nach Material, das jene Glaubenssätze physisch bestätigen würde, gesiebt, abgewogen und entsprechend bewertet oder beurteilt“.

Anpassung an das Unterbewusstsein
Informationen und Ereignisse, die dem zuwiderliefen, wurden von Elisabeth weitgehend ignoriert oder so zurechtgebogen, dass sie in den Selbst-Rahmen, den sie sich von ihr selbst erschaffen hatte, hineinpassten, den ihr Bewusstsein ihr als Realität erklärte.
Bewusste Glaubenssätze zentrieren unsere Aufmerksamkeit; sie kanalisieren und lenken unsere Energie so, dass wir unsere Ideen möglichst rasch in erfahrbare Wirklichkeit umsetzen können.

Sie setzen uns auch unter Nebel, indem dieser alle Daten beiseite schiebt, die nicht assimiliert werden können, wenn die Hoheit oder Makellosigkeit der Glaubenssätze erhalten bleiben soll. Folglich übersah und ignorierte unsere Elisabeth jedes Lächeln, jede Ermunterung und jede Ermutigung, die ihr entgegengebracht wurde. In manchen Fällen sah sie sogar die potentiell besseren oder günstige Ereignisse und Gelegenheiten als „negativ“ an und benutzte sie, um sich in ihrem Glauben an ihre Minderwertigkeit noch bestärkt zu sehen.

Innere Neuausrichtung
Während des Telefongesprächs erinnerte ich Elisabeth an ihre grundlegende Einmaligkeit und ebenso an die Tatsache, dass sie ihre Realität durch ihre Glaubenssätze selbst erschaffe. Ich versuchte, noch andere Ideen Werte von Ihr hervorzuheben, die sie vorübergehend vergessen hatte: Unter anderem unterstrich ich die Tatsache ihrer eigenen Werte hervor, da ich Elisabeths Werte kannte und ans sie auch glaubte. Und weil sie das wusste, gewannen ihre inneren Werte und dieser positivere Glaubenssatz wieder die Oberhand und verdrängte den Glaubenssatz ihrer Minderwertigkeit.

Sie setze sich nachträglich damit auseinander. Tagsüber konnte Elisabeth über beide Glaubenssätze nachdenken und sie als gegensätzliche Meinungen über sich selbst verstehen. Sie glaubte, sie sei einzigartig und gut, aber auch, dass sie minderwertig und schlecht sei. Zu verschiedenen Zeiten herrschte jeweils einer dieser Glaubenssätze vor und prägte ihre Erfahrungen.

Die innere Einsicht und Kehrtwende von Elisabeth
Es war ihr klargeworden, dass sie diese Situation tatsächlich selbst herbeigeführt hatte, indem sie mit ihren bewussten Ideen von sich selbst nicht integer, authentisch, ehrlich und mitfühlend umgegangen war. Sie hatte tatsächlich vor, bedingt durch diese widrigen Umstände, ihre alte Stelle für eine andere aufgeben. Doch sie hatte Angst vor diesem Schritt. Also hatte sie unbewusst Umstände herbeigeführt, durch die ihr die Entscheidung scheinbar abgenommen wurde. Es sah dann so aus, als wäre sie das Opfer gefühlloser Mitarbeiter geworden, die neidisch und verständnislos waren. Sie dachte, sie sei Opfer eines Chefs, der nicht für sie einstand.

Jetzt hat sie eingesehen, dass sie nicht das Opfer, sondern die Initiatorin dieser Umstände war. Während der fraglichen Zeit hatten ihre Gefühle ihre bewussten Glaubenssätze entsprechend widergespiegelt. Sie war in Selbstmitleid und Selbstverurteilung versunken. Das hatte den körperlichen Schwächezustand herbeigeführt. Als ich zum zweiten Mal mit ihr telefonierte, gab ich ihr entsprechende Ratschläge, indem ich ihr erklärte, wie man mit solchen Gefühlen vorteilhaft umgehen kann.

Umgang mit falschen Glaubenssätzen
Auf seine eigene Weise kann jeder von euch diese Methode mühelos anwenden. Ich habe Elisabeth den Rat gegeben, die Gültigkeit solcher Gefühle „als Gefühle“ anzuerkennen, sie also nicht zu unterdrücken, wegzudrücken, sondern sich ihrem Fluss anzuvertrauen in dem Bewusstsein, dass es sich um Gefühle handelt. Als solche sind sie real. Sie bringen emotionale Reaktionen auf Glaubenssätze zum Ausdruck.

Wenn Elisabeth sich beispielsweise das nächste Mal inadäquat fühlt, dann soll sie dieses Gefühl voll bewusst und aktiv erleben. Also in dem Bewusstsein, dass, obwohl sie sich minderwertig vorkommt, es nicht bedeutet, dass sie auch minderwertig ist.

Sie soll sich dann sagen:
„Ich fühle mich minderwertig“ und gleichzeitig weiß ich, dass dieses Gefühl keine Aussage über eine „Tatsache“ darstellt, sondern lediglich eine Emotion ist.

Es geht hier um eine andere Art von Gültigkeit.

Unsere Emotionen als solche zu erleben ist nicht das gleiche, wie sie als tatsächliche Aussagen über unsere eigene Existenz anzunehmen. Elisabeth darf sich dann fragen: „Warum komme ich mir so minderwertig vor“? Wenn du das Vorhandensein der Empfindung als solche abstreitet und so tut, als wäre sie nicht vorhanden, dann wirst du niemals auf den Gedanken kommen, die zugrunde liegenden Glaubenssätze zu ergründen und nötigenfalls zu ändern.

Der Kern der falschen Glaubenssätze
Im Augenblick der „Minderwertigkeit“ glaubt Elisabeth noch, dass ihr Leben schwierig sein muss. Man hat ihr immer wieder gesagt, dass sich eine Frau ohne Mann in einer sehr schwierigen Lage befinde, besonders als Frau mit 3 Kindern. Sie glaubt, dass es fast unmöglich sein werde, einen neuen Partner zu finden. Man hat sie gelehrt, dass Kinder einen Vater brauchen und zugleich meint sie, dass kein Mann sich mit einer Frau mit 3 Kindern einlassen werde.

Zusätzlich, in den Dreißigern angekommen, kommt es ihr vor (und das denken viele in einer ähnlichen Situation), vergeht die Jugend noch schneller und ihren Glaubenssätzen entsprechend kann sie nicht sehen, dass auch viel ältere Frauen noch begehrenswert sein können. Natürlich und folglich stürzen ihre Glaubenssätze sie in eine tiefe Krise. Ändert sie die Glaubenssätze, gibt es auch keine Krise mehr. Ihr Körper braucht dann nicht mehr auf diese Art von Stress zu reagieren. Die äußere Situation würde sich fast schlagartig verändern.

Außerdem sprechen unsere Glaubenssätze auch immer mit anderen Menschen (sie sind ja Elementale, welche den Auftrag haben, alles im Sinne der Glaubenssätze umzusetzen, die wertvollen wie auch die falschen), sie teilen sich mit, nicht nur aufgrund völlig unbewusster Körpermechanismen, sondern auch telepathisch.

Zusammengefasst
„Du wirst immer versuchen, deine Ideen mit äußeren Erfahrungen in Einklang zu bringen“. All die Fähigkeiten des inneren Selbst werden in die Waagschale geworfen, um die Bilder deiner Glaubenssätze zu materialisieren. Und als die „richtigen“ Emotionen werden die hervorgebracht, die jene Körperzustände erzeugen, die in deinem Bewusstsein vorhanden sind.

 

Autor

Das könnte dir auch gefallen…

0 Kommentare