Jeder Mensch erfährt seine eigene, einmalige Realität, die sich von der aller anderen unterscheidet. Diese Realität entspringt seiner inneren Seelenlandschaft, dem Nährboden seiner Gedanken, Gefühle, Erwartungen und Überzeugungen.
Die unsichtbare Kraft der Glaubenssätze
Wenn wir glauben, dass unser inneres Selbst sich gegen uns selbst richtet, anstatt für uns, dann behindert wir die Funktion unseres inneren Selbst. Wir zwingen es aufgrund unserer Überzeugungen, sich auf bestimmte Weise zu verhalten. Euer Bewusstsein (bewusste Wahrnehmung) hätte eigentlich die Aufgabe, uns über unsere Situation in der physischen Realität zu informieren, nicht nur oberflächlich, sondern in seiner ganzen Bandbreite. Wer wenn nicht unser Bewusstsein ist es, das den dazu durchaus notwendigen Klarblick hat. Doch die oftmaligen Vorurteile unseres falschen Denkens und Glaubens hindern es daran. Genau diese Vorurteile sind es, die regelrechte Barrieren um uns herum aufbauen können. Sie zu erkennen bedeutet, sie „wahrnehmen“ zu können. Denn ansonsten merken wir nicht einmal, dass wir von ihnen gefangen sind und dass sie sogar unser Leben bestimmen.
Diese einfache Übung hilft in die Wahrnehmung zu kommen, diese Barrieren zu erkennen und über sie hinauszuschauen. Sie schränken unsere Erfahrungen ein.
Wir erschaffen unsere eigene Realität
Es gibt jedoch eine gültige Wahrheit, die künstlich errichtete Wahrnehmungsbarrieren einreißt, ein Axiom, das falsche und einengende Vorstellungen hinfällig macht und das zusammengefasst, auf eine einzige Zeile ausgedrückt werden kann, nämlich: Das Selbst ist unbegrenzt. Die Richtigkeit dieser Feststellung ist, unabhängig davon, ob ihr an diese Wahrheit glaubt oder nicht, unumstößlich. Diesem Axiom kann ein weiteres hinzugefügt werden: Es gibt keine Schranken für das Selbst.
Alle anderen Meinungen oder Überzeugungen mancher Menschen sind das Resultat falscher Glaubensüberzeugungen. Und hier schließt sich die bereits erwähnte Tatsache an: du schaffst dir deine eigene Realität.
Will man sich selber in seinem innersten Sein erfassen, so kann man lernen, unmittelbar und unabhängig davon zu erfahren, was man bisher von sich selber geglaubt hat.
Du bist ein Wesen von unfassbarer Energie
Ich möchte alle Leser herzlich einladen, sich einmal entspannt hinzusetzten. Schließe die Augen und versuche, tief in deinem Innern die bereits erörterte Stimmung (die Gestimmtheit eures Gemüts) zu spüren. Das ist eher einfach. Das Wissen um das Vorhandensein solcher „Gestimmtheit“ wird dir helfen, deine tiefen Rhythmen in dir regelrecht aufzuspüren. Jeder Mensch wird die „Gestimmtheit“ in sich auf seine eigene Weise erfahren. Mache dir deshalb keine Gedanken darüber, wie sie sich bemerkbar machen sollte, sondern nimm einfach an, was vorhanden ist. Deine Gedanken kommen aus den gewaltigen Energien deines körperlichen Seins, dort wurden sie auch erschaffen und konstituiert. Dann überlasse dich selbst diesem Erlebnis. Wenn du an Begriffe wie Meditation gewöhnt ist, dann versuche das für den Augenblick zu vergessen. Befreie dich von allen Begriffen und Ausdrücken, von eingeschliffenen Vorstellungen und gib dich ganz der Erfahrung deines eigenen Seins und der Dynamik der eigenen Lebenskraft hin.
Selbstzweifel
Vielleicht fragst du dich: „Ist das auch richtig? Mache ich etwas falsch? Fühle ich, was ich fühlen sollte“? Achte dabei nicht auf die Meinungen oder Maßstäbe anderer Menschen in deinem Umfeld. „Es gibt kein anderes Kriterium als dein eigenes Gefühl“. Ich empfehle dir, dich auch zeitlich nicht festzulegen. Die Erfahrung die du machst, sollte angenehm sein. Also nimm diese Erfahrung, was immer geschieht, als dein Ureigenstes an.
Einladung zu einer wichtigen Übung
Die Übung wird dir helfen, zur Selbsterfahrung zu kommen. Sie wird dich zu deinem selbst zurückführen. Immer wenn du nervös und aufgeregt bist, nimm dir ein paar Minuten Zeit, um die Grundstimmung (so wie du gestimmt bist) in dir zu verspüren. Dann wirst du in deine eigene Mitte zurückgeführt und in ihr neu geboren werden.
Übung: Setze dich ruhig und entspannt hin, in eine von dir aus angenehme Sitzhaltung. Fühle in dich hinein und atme einige Male tief und entspannt durch.
Dann atmest du normal weiter und beobachtest nur deine Gedanken. In dieser Übung geht es nur darum, deine Gedanken zu beobachten.
Wenn du diese Übung mehrmals durchgeführt hast, versucht einmal zu empfinden, wie diese tiefen Rhythmen von dir in alle Richtungen ausschwingen, sich ausbreiten.
Das tun sie nämlich tatsächlich. Dein physischer Körper strahlt sie elektromagnetisch aus und auf eine später noch zu erklärende Art gestalten sie die Umwelt, die du kennst, ebenso wie dein eigens physisches Erscheinungsbild als Ausdruck deines psychischen / persönlichen Fundaments.
Unser Selbst ist weit mehr als wir zu denken imstande sind
Wir haben schon öfter darüber gesprochen, dass unser Selbst sei unbegrenzt ist. Die meisten Menschen denken oder sind jedoch überzeugt, dass ihr Selbst dort aufhört, wo die Haut endet. Oder dort wo der Raum beginnt. Oder andere wiederum denken, dass sie in ihrer Haut drinnen stecken wie in einem Gefängnis. Doch in Wahrheit ist deine Umwelt ist eine Ausweitung von dir selbst. Deine Umwelt ist der Leib (Körper) deiner Erfahrung, die sich zu physischer Form verdichtet. Dein inneres Selbst gibt den Gegenständen, die dich umgeben, Form und Gestalt. Deine Umwelt ist das physische Abbild deiner Gedanken, Gefühle und sichtbar gemachten Überzeugungen.
Da deine Gedanken, Gefühle und Überzeugungen sich durch Raum und Zeit bewegen, wirken sie auch auf die von dir umgebenen Formen oder Umstände der physischen, phänomenalen Realität oder Erscheinungswelt ein. Betrachtet einmal das spektakuläre Rahmenwerk deines Körpers rein vom physischen Standpunkt aus. Wie alles Materielle erscheint dir dein Körper als fest; je weiter jedoch die Materie erforscht wird, desto offensichtlicher wird es, dass sie in Wirklichkeit nur Energie ist, die spezifische Formen annimmt, also die Form von Organen, Zellen, Molekülen, Atomen, Elektronen.
Der Stoff der die Körper, die Gegenstände und den Raum außerhalb deines Körpers baut oder gebaut hat, ist aus den gleichen Elementen zusammengesetzt, nur in anderen Proportionen. Es gibt eine andauernde physikalische Wechselwirkung zwischen der Struktur, die du deinen Körper nennst und dem ihn umgebenden Raum. Das sind chemische Wechselwirkungen, ein fundamentaler Austausch, ohne den Leben in der dir bekannten Form unmöglich wäre.
Den Atem anhalten bedeutet Sterben
Der Atem, der die intimste und unentbehrlichste deiner physischen Funktionen darstellt, muss aus dir heraus und in die Welt überfließen, die nicht du zu sein scheint. Physikalisch gesehen, verlassen dauernd Teile von dir deinen Körper und vermischen sich mit den Elementen.
Du weißt ja, was geschieht, wenn Adrenalin in die Blutbahn ausgeschieden wird. Es stachelt dich auf und bringt dich und deine Muskulatur in Aktivitätsbereitschaft, in einen Erregungszustand. Auf der anderen Seite bleibt das Adrenalin jedoch nicht einfach in deinem Körper. Es wird in die Luft ausgestoßen und beeinflusst, in umgewandelter Form, die Atmosphäre. (Thema Schweiß)
Eine jede deiner Gefühlsregungen setzt Hormone frei, die dich aber ebenso wieder verlassen, wie dein Atem. Jede Art von Ausscheidung anhalten bedeutet ebenfalls sterben. In diesem Sinne bzw. im Sinne von Existenz könnte man sagen, dass deine Chemikalien an die Luft abgegeben werden und diese dann wieder neu beeinflussen. Das ist ein ewiger und unaufhaltsamer, selbstregulierender Kreislauf. (siehe dazu auch Webinar „Beispiele von falschen Glaubenssätzen“)
Zusammengefasst
Jeder Mensch lebt in einer Realität, die aus seinen eigenen Glaubenssätzen entsteht. Unsere Gedanken, Gefühle und Überzeugungen formen nicht nur unser inneres Erleben, sondern wirken weit über uns hinaus. Begrenzungen entstehen dort, wo wir an Begrenzung glauben. Doch in Wahrheit ist unser Selbst unbegrenzt. Wer beginnt, seine innere „Gestimmtheit“ bewusst wahrzunehmen, erkennt die unsichtbaren Barrieren und kann sie überschreiten. Denn deine Umwelt ist kein Zufall. Sie ist Ausdruck deines inneren Fundaments – Du erschaffst deine Realität.

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