Mit der Welt in Berührung kommen
von Wolfgang H. Albrecht, aus einer tiefen Inspiration von Grigori Grabovoi
Einleitung:
Mit der Welt in Berührung zu kommen bedeutet, mit sich selbst in Berührung zu kommen oder umgekehrt, mit sich selbst in Berührung zu kommen bedeutet, mit der Welt in Berührung zu kommen. Die Welt kann uns berühren, wenn wir es erkennen, doch entscheidend ist die Liebe die uns die Welt entgegenbringt und durch die wir lernen dürfen, uns selbst zu berühren.
Die Welt als die von uns allen anerkennte Schöpfung
Die Entwicklung der Welt ist das Ergebnis des Zusammenwirkens deines Status (psychisches Fundament) und deiner Handlungen (Bewusstheit) mit dem Willen des Schöpfers. Möchten wir durch unsere Handlungen die Welt verändern, dann ist es entscheidend, dass unsere Handlungen zum Wohle für alle und alles stehen, denn dann werden unsere Handlungen sich manifestieren und Gesundheit und wohlwollende Lebensumstände treten in unser Leben.
Harmonische Entwicklung aus einer harmonischen Grundlage
Gehe in die Vogelperspektive und beachte den Blickwinkel oder die sich dir zeigende Realität, die du aus einer bestimmten Methodik (Prozess, Aktion oder Vorgehensweise) erkennen kannst. Ist der daraus entstehende Prozess harmonisch? Eine Aktion aus dieser Methodik sollte aus einer anderen entstehen, ähnlich wie das 2. welche aus dem 1. hervorgeht. Wenn du Schritt für Schritt den Weg entlang gehst, so kann das nur dann harmonisch ablaufen, wenn jeder Schritt aus dem jeweils vorangegangenen Schritt hervorgeht ebenso wie auch beim Schwimmen sich eine Bewegung aus der anderen entwickelt um über dem Wasser zu bleiben.
Komplexer werden die Abläufe mit steigernder Geschwindigkeit oder bewusst unkontrollierbaren Aktionen, die sich unserem aktuellen Bewusstsein entziehen. Wenn die Abläufe also unserer inneren Orientierung folgen, denn dann sind die sich daraus ergebenden Bewegungen und Aktionen von unserem inneren Navigator abhängig (psychisches Fundament, Lebensplan). Du kannst aufstehen, wenn du dich in einer sitzenden Position befindest und jede darauffolgende Bewegung kann unglaublich vielfältig sein. Abhängig von Geist, Bewusstsein und Willen.
Für einen Boxer etwa, der sich in einem Boxkampf behaupten möchte ist es unmöglich, jede Bewegung vorher zu überdenken. Eine Bewegung oder eine Aktion folgt solange harmonisch der anderen bis das Ziel erreicht wurde. Eine Aktion folgt intuitiv auf die Vorangegangene. Plötzliche Angst oder Zweifel führen instantan zur Auflösung der Harmonie. Alle darauffolgenden Bewegungen werden zu Reaktionen als Antwort auf die Angriffe des Gegners.
Und ebenso zeigt sich uns auch das Leben. Es ist ein ewiger Prozess, aus der wir uns Methoden aneignen, uns dieser Ewigkeit bewusst zu werden.
Die Beobachtung der Welt ist ein Bewusstseinsakt zu uns selbst
Bei genauer Betrachtung können wir also erkennen, dass jede Bewegung nur aus einer vorherigen Handlung entstehen kann. Sie kann nur aus einer vorherigen Handlung hervorgehen und aus ihr selbst entwickelt sich die nächste Handlung. Die Frage dabei lautet: Erzeugen alle Prozesse oder Aktionen Harmonie in mir und meiner Umwelt?
Es klingt logisch und selbstverständlich, doch es ist ein Bewusstseinsakt, zu versuchen die Welt so zu sehen, als ob diese sich immer aus jedem einzelnen Akt deiner Handlungen entwickelt. Du bist der Schöpfer der Welt und die Ursache deiner Lebensumstände. Versuche die Welt so zu sehen, als ob diese immer ununterbrochen (unendlich) wäre und als ob jede Bewegung dieser Welt nur dich, als einheitliche Persönlichkeit betreffen würde.
Wenn du genau diese Geschlossenheit der Welt erkennst und entsprechend förderst (erhältst), dann gibt dir diese Welt konkrete Methoden der Steuerung. „So wird deine Welt überall sein so, wie sie auch in dir ist und du wirst zu ihr finden“.
„Du wirst diese, deine Welt in die Hände nehmen und deine Hände werden zu jener Welt, die deine Welt hält. Du wirst feststellen, dass du mit der ewigen Welt in Berührung kommst, mit der Welt aller Welten und diese Welt wird die einzige für alle sein und das wird die kollektive Welt sein, die du und jeder einzelne ausgewählt hat“. (Grigori Grabovoi)
Wie erschaffen wir die Welt so, dass sie für alle, für alles und auch für dich ideal ist. Wie erschaffen wir die Welt aller, die auch deine Welt ist, sodass sie die Idealität und die Individualität erhält und frei bleibt von Getrenntheit, Spaltung und Verurteilung. Wir dürfen die Idealität und die Individualität aller und unserer Selbst in unserer einheitlichen Welt sowie in der einheitlichen Welt aller sehen.
Wenn wir uns in dieser geistigen Einstimmung befinden, dazu reicht einfach nur, diesen Wunsch zu haben, dann ist alles normal, alles ist gut und alles wird genauso kommen wie wir es uns wünschen. Zustände die verbunden sind mit einer Einstimmung z.B. für die Erschaffung von Harmonie, für Herz und Güte oder für schöpferische Handlungen erzeugen eine Entwicklung der angestrebten Ereignisse.
Es ist so etwas wie ein allgemeines Wohlwollen, ein „Alleinsein“, welches uns mit unseren Mitmenschen, mit unserer Umwelt und in weiterer Folge mit der Welt in Berührung bringt.
Fazit:
Dazu fällt mir zur Abrundung eine Analogie zur Geschichte des „verlorenen Sohnes„ ein, als der Vater dem zurückgekehrten Sohn einen Ring als Symbol der Ewigkeit schenkte. Denn Leben bedeutet Bewegung. So das Symbol des Ringes, denn unabhängig davon, in welche Richtung wir uns dann bewegen, wir werden niemals an das Ende oder an den Anfang des Ringes gelangen. Es gibt nur die ewige Bewegung als Symbol der Ewigkeit. Doch was ist das Ent- scheidende der Geschichte?
In diesem Prozess machte der Sohn einen Schritt voraus und der Vater im Selben Augenblick als er ihn wieder bei sich aufnahm, 10 Schritte.
Mit jedem Schritt, dem wir uns den Menschen, dem wir uns unserer Umwelt oder der Welt öffnen, gehen wir einen Schritt auf die Menschen, unsere Umwelt und der Welt zu, gleichzeitig jedoch 10 Schritte auf uns selbst. In diesem Augenblick zeigen uns die Menschen, unsere Umwelt und die Welt, dass wir uns in unserem Herzen gerade selbst berühren.

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