Der Astralkörper – warum wir uns selbst festhalten

Geschrieben von Wolfgang Hans Albrecht

BLOG-Reihe: 03/10
Der Astralkörper – warum wir uns selbst festhalten
Identifikation, Geister und die Illusion des Körpers

Wenn wir das Astrale weiter erforschen, begegnen wir Bereichen, deren Schwingung jener der 3D-Welt sehr nahekommt. In diesen Ebenen können Seelen weiterhin Körper, Objekte, Distanzen und Bewegung erfahren.

Dieser erfahrbare „Körper“ wird häufig als Astralkörper bezeichnet.
Er fühlt sich leichter an als der physische Körper, weniger träge, weniger dicht – und doch folgt er denselben Grundprinzipien. Auch er ist eine Materialisierung des Selbstkonzepts, der Identität und der inneren Überzeugungen einer Seele.

Ich gehe davon aus, dass genau dieser Astralkörper das ist, was viele Menschen als Geister oder Erscheinungen wahrnehmen. Deshalb ähneln sie oft dem Körper, den sie zu Lebzeiten hatten. Häufig erscheinen sie sogar als eine idealisierte Version ihrer selbst – so, wie sie sich innerlich am stärksten identifiziert haben.

Das scheinbare Alter, die Form und Gestalt eines Astralwesens spiegeln nicht Zeit wider, sondern Bindung. Bindung an ein Selbstbild, an eine Rolle, an eine Identität.

Und genau hier liegt ein zentraler Punkt:
Die starke Identifikation mit dem Körper hält die Seele in bestimmten Dichten gefangen. Wer sich ausschließlich als biologischer Körper versteht, verliert den Zugang zur bewussten Gestaltung seines Selbstbildes – und damit zu echter Freiheit.

Das führt oft zu unbewussten, chaotischen Reinkarnationsprozessen. Nicht als Strafe, sondern als Folge mangelnder Selbststeuerung.

Jedes Astralreich besitzt eigene Regeln und Gesetzmäßigkeiten. Sie ähneln sich dort, wo Wahrnehmungen übereinstimmen – und unterscheiden sich dort, wo Bewusstsein differiert. Astralreiche sind keine festen Orte, sondern kollektive Manifestationen von Seelen, die ähnliche innere Ordnungen teilen.

Man kann sie auch als Äther bezeichnen. Die Einheit der Quelle entsteht dort, wo alle Trennungen aufgehoben werden. Alle Unterteilungen im Astralen sind subjektiv – sie existieren nur durch die Vorstellungen der dort verweilenden Seelen.

Daraus ergibt sich für mich eine klare Schlussfolgerung:
Jede Seele lebt in ihrer eigenen Astralwelt. Diese Welt ist nichts anderes als ihr Spiegelbild – ein Blick in die tiefsten Schichten ihres Unterbewusstseins.

Sobald ein Mensch sich dessen bewusst wird – nicht nur verstandesmäßig, sondern tief in seinem Wesen –, entsteht Freiheit. Die Dramen des Lebens verlieren ihre Schwere. Nicht, weil sie verschwinden, sondern weil ihre Ursache erkannt wird.

Man versteht dann:
Ich habe einen Körper –
aber ich bin nicht dieser Körper.

Und genau an diesem Punkt öffnet sich der Raum für eine neue Erfahrung von Existenz.

Wenn wir uns vom Körper lösen, ohne ihn abzulehnen,- wer oder was beginnt dann, die Welt zu gestalten?

Mehr dazu im nächsten BLOG-Beitrag der Reihe: Ich bin nicht in der Welt – ich bin die Welt (4/10)

BLOG-Reihe: Astralwelten – Spiegel unseres wahren Wesens
Von der Illusion der Materie über die Astralwelten, hin zur bewussten Verwirklichung und inneren Navigation

 

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