Historischer Hintergrund und Entwicklung

Geschrieben von Wolfgang Hans Albrecht

19. April 2026

Historischer Hintergrund zur Entwicklung der Bakteriologie und des Monomorphismus sowie des Pleomorphismus

 

Der Monomorphismus

Um einen historischen Abriss zum Thema geben zu können, beginnen wir bei Antoni van Leeuvenhoek (1632 bis 1723), einem niederländischen Naturforscher und dem Erfinder des Mikroskops. Die Biologen sagen, was in Übereinstimmung mit der menschlichen Existenz stehen soll, dass es Bakterien seit etwa 3 Millionen Jahren auf der Erde gibt. Antoni von Leeuvenhoek entdeckte diese Kleinstlebewesen bereits 1677.

Das Mikroskop selbst trat zur Erforschung von Krankheiten erst Ende des 19. Jahrhunderts in Erscheinung. Da wurden dann auch Mikroorganismen in Bezug zu Erkrankungen gebracht. Daraus entwickelte sich dann die sogenannte medizinische Bakteriologie. Die maßgeblichen Akteure und Pioniere seiner Zeit waren Louis Pasteur (1822 bis 1895) und Robert Koch (1843 bis 1910).

Louis Pasteur war Mikrobiologe und von der Vielfältigkeit der Mikroben angetan und beschäftigte sich mit den unterschiedlichsten Fragen der Humanbiologie. Er wurde dabei stark inspiriert von Claude Bernard (1813 bis 1878), einem französischen Arzt, Pharmakologen und für damalige Zeiten bedeutenden Physiologen. Auf den Grundlagen seiner Theorien brachte Pasteur den Nachweis von Erregern und entwickelte eine eigene Kodifikation der Impf- und Serientherapie. Pasteur war somit ein bedeutender Verfechter des „Monomorphismus“. Das Wort „Monomorphie“ kommt aus dem Griechischen und deutet so viel wie „mono“, also „ein“ oder die „morphe“ Gestalt. „Monomorphismus“ bedeutet demnach Eingestaltigkeit und meint damit die Unveränderlichkeit der Mikrobe in Form, Größe und Apathogenität bzw. Pathogenität.

Pasteur stellt eine bis heute allgemein gültige Behauptung auf:

„Krankheiten werden durch Erreger ausgelöst, die ihren Ursprung außerhalb des Körpers hätten“.

Und genau das ist nach wie vor auch heute noch die Behauptung der Pharmakologie, auf welche die Leitlinienmedizin und deren Wissenschaft aufbauen. Pasteur behauptete weiters:

„Alle Mikroben, unabhängig von ihrer Art und Gattung seien unveränderlich und jede Gattung für sich kann spezifische Pathogene erzeugen. Bakterien und Pilze stellen eine Art der Gattung dar, Blut und Gewebe seien im gesunden Zustand steril“.

Dabei hatte Pasteur einen weiteren namhaften Mitstreiter, den sogenannten Vater der Zellular- Pathologie und Arzt, Professor Rudolf-Ludwig-Karl Virchow (1821-1902).

Robert Koch seinerseits war ein deutscher Mediziner, Mikrobiologe, Hygieniker und Arzneimittelforscher. Nach ihm wurde das heutige Robert Koch Institut benannt (gegründet 1891) welches er bis 1908 auch selbst leitete.

Robert Koch forschte z.B. am Milzbranderreger und konnte an diesem Beispiel den Zusammenhang zwischen Mikroorganismen und Infektionskrankheiten herstellen. Demnach wurden Keime in weiterer Folge nach dem Henle-Koch Postulat definiert (1882). Dieses Postulat lautet wie folgt:

„Ein Erreger muss sich mikroskopisch nachweisen lassen, er muss anziehbar sein und einen gesunden Organismus wieder infizieren können“.

Somit war die Ursache der häufigsten Krankheiten besiegelt, denn Mikroorganismen wurden daraus folgend zunehmend als Krankheitserreger und als eine Bedrohung für die Menschen angesehen. Diese Lehre bildet bis in die heutige Zeit die universitäre Lehre des Monomorphismus. Mikroorganismen sind demnach konservativ, nischenspezifisch und haben eine gleichbleibende morphologische Form und Gestalt.

Der Regelkreis des Protit als physiologischer Symbiont

Für Prof. Enderlein beginnt das Leben der Säugetiere und Warmblütler mit dem „Protit, also einem pflanzliches Eiweißkolloid. Dies benannte Bechamp als Mikrozymas bzw. Biogranula, Enderlein bezeichnete es als Protit (Kolloid), den „physiologischen Symbionten“ (Endobionten). Das bedeutet, das Protit lebt mit allen Warmblütlern in einer Symbiose. Eine Symbiose repräsentiert das Zusammenleben von Lebewesen verschiedener Art zum gegenseitigen Nutzen. Anders könnte man sagen, die Symbiose repräsentiert “Sinn und Bedeutung“ aus oder im Zusammenleben von Lebewesen.

„Die Voraussetzung von Leben in unserer dreidimensionalen Welt stellt physiologisch betrachtet die Symbiose des Menschen mit dem Protit als pflanzliches Eiweißkolloid dar. Dabei schließt die Physiologie auch das persönliche Fundament (Zusammenspiel von Seele, Geist und Bewusstsein) des Menschen mit ein“.

In Bezug auf das Protit bedeutet es, dass unter bestimmten Milieu-Voraussetzungen bzw. Entwicklungen sich das Protit sozusagen höher entwickeln kann. Es kann, je nach Milieuveränderung verschiedenartige Formen und Zustände in Bezug auf seinen Stoffwechsel annehmen. In seiner Höherentwicklung kann es sich je nach Entwicklungsstadium dann vom Apathogen zum Pathogen und damit zum Parasiten entfalten.

Ohne dem Einfluss von Bewusstseinsprozessen (im Innen) oder therapeutischen Maßnahmen (im Außen) bzw. entsprechenden Regulationsmaßnahmen entwickelt sich der physiologische Symbiont (Prof. Enderlein nennt ihn auch den Endobionten) im letzten Stadium zur sogenannten „Culminante“ (Höhepunkt-Pilzstadium), dem Tod. In diesem Falle bedeutet das, der menschliche Körper stirbt.

„Doch in Wahrheit stirbt weder der Mensch noch das Protit, das letztlich vom grobstofflichen Körper in der physischen Welt übrigbleibt. Das Wesen des Menschen erfährt eine höhere geistige Entwicklung (höhere Dimensionen, z.B. 4, 5. und höhere Dimensionen) und das Protit stellt die Urform weiteren physischen Lebens dar (3. Dimension,- physische Welt der Materie). Die Regelkreise schließen sich“.

Auf der einen Seite bedeutet der Höhepunkt der Cyclogenie (Culminante) zwar das Ende der körperlichen Existenz bzw. das Ende des aktuellen irdischen Regelkreises (dreidimensionale, Welt von Raum und Zeit), auf der anderen Seite (aus höheren Dimensionen betrachtet) ist es der Neubeginn eines Regelkreises im großen Rad des Lebens bzw. der Schöpfung. In der Prozess-Endphase des körperlichen Verfalls zerfällt der Organismus (Körper der physischen 3. Dimension) mit Hilfe des Endobionten (Pilzphase) wieder in die „Urphase“ des physischen Lebens, in das Protit. Der große irdische Regelkreis ist geschlossen, alles physische Leben kann auf dieser Ebene wieder von neuem beginnen. Denn auch im Protit steckt somit das gesamte Potential neuen physischen Lebens.

Beim Endobionten ist es so, dass er eine sogenannte Dauerüberlebensform annehmen kann. Das hilft ihm, auch bei Temperaturen von über 310 Grad Celsius zu überleben. Dazu geht er in eine Trockenform (Trockeneiweiß) über und kann so auch nach tausenden von Jahren wieder vom Leben gerufen werden. Auch das hängt wieder vom Milieu ab, das er benötigt, um sich wieder entsprechend dem Leben zu entwickeln. Nachweise in Bezug auf solche Prozesse gibt es zur Genüge, auch von Prof. Enderlein selbst.

 Abb. 1: Cyclogenie der Mikroben (Bakterien) Wandel und Vermehrung einzelner Mikroben-Formen => pathogene und apathogene Phase

Entwicklung des Pleomorphismus

Demgegenüber standen die Forschungsarbeiten eines Mannes, dessen Licht eine völlig andere Sicht auf die Charakteristika der Mikroben darstellte. Ich spreche dabei vom französischen Mediziner Pierre Jacques Antoine Bechamp (1816-1908), Professor für Physik, Toxikologie, medizinische Chemie und Biochemie. Er und seine Mitforscher waren wie folgt der Meinung:

„… jegliches mikrobiologische Leben, egal welcher Art und Gattung, resultiert aus einem Urkeim, der unter bestimmten pathogenetischen Milieuveränderungen sich weiterzuentwickeln vermag und seine Form verändern kann“.

Bechamp behauptete weiters:

„Alle tierischen und pflanzlichen Zellen enthalten kleinste Körnchen (Bechamp nannte sie Mikrozymas bzw. Biogranula), die nach Absterben des Organismus selbst nicht zugrunde gehen und welche die Ursache für die Gärung seien bzw. aus denen auch andere Mikroorganismen entstehen können. Diese Mikrozymas sind in jedem Lebewesen wie Menschen, Tiere und Pflanzen vorhanden.

Sie sind ewig und unzerstörbar und bilden den Übergang zwischen nichtlebender und lebender Materie“. 

Bechamp nahm weiters an, dass unter bestimmten bzw. auch pathogenen Einwirkungen sich diese Mikrozymas zu Bakterien mit Fäulniserregenden und gärenden Eigenschaften entwickeln. Bakterien seien somit die lebenden Abfallprodukte abgestorbener Körperzellen. Krankheiten hätten somit ihren Ursprung im „Inneren des Körpers“. Weiters nahm Bechamp an, dass Pilze und Bakterien unterschiedliche Entwicklungsformen von pathogenen Erregern mit unzähligen Entwicklungsstadien seien.

Der sogenannte „Pleomorphismus“ (die Vielgestaltigkeit) war entdeckt und mit ihm die Grundlage, aus der sich eigentlich die weitere Forschung hätte entwickeln müssen.

Obwohl Bechamp eine Zeit lang mit dem Monomorphisten Pasteur zusammengearbeitet hatte, erkannte er letztlich eine andere Entwicklung der Mikroben.

Das Wort „Pleomorphie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „pleion“, also „mehr“. „Pleomorphismus“ bedeutet demnach Mehrgestaltigkeit oder Vielgestaltigkeit und meint damit die Veränderlichkeit der Mikrobe in Form, Größe, Gestalt und Apathogenität bzw. Pathogenität.

Der Pleomorphismus im Lichte der Dunkelfeldmikroskopie

Alles, was wir im Vitalblut über das Dunkelfeldmikroskop sehen, beruht zumeist auf den wissenschaftlichen Forschungen eines Mannes namens Günther Enderlein.

Prof. Dr. Günter Enderlein wurde in Leipzig geboren (1872-1968), studierte Naturwissenschaften, Biologie und Zoologie. Enderlein war stark inspiriert durch die Forschung von Bechamp und führte seine Arbeiten weiter. Aus seinen eigenen Forschungen über Fleckfieber entdeckte er im Dunkelfeldmikroskop bewegliche Kleinstlebewesen, die mit höher organisierten Bakterien Verbindungen eingingen. Das Ergebnis aus deren Kopulation bzw. Begattung wurde danach sofort unsichtbar. Enderlein vermutete hinter diesen Vorgängen, anders als normalerweise bei einer Kopulation keine Höherentwicklung, sondern eine Entwicklung hin zu niederen Formen. Ansonsten hätte man sie ja sehen müssen? Diese wiederum waren nur im Dunkelfeld- und nicht im Hellfeldmikroskop sichtbar. Diese stark gegeißelten und beweglichen Kleinstlebewesen nannte Enderlein „Spermite“ (Aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum Sperma).

Enderlein postulierte demnach:

„Krankheit ist eine Aufwärtsentwicklung des Endobionten zu höhervalenten, parasitären Wuchsformen mit eigenem Stoffwechsel, die den Wirts-Stoffwechsel letztlich vergiften“.

„Enderlein hat durch seine Forschungsarbeit erkannt, dass sich der Symbiont (Endobiont) durch Maßnahmen unserer Zivilisation, wie geistige Verarmung und Verrohung und daraus folgernd unbewusste Angst- und Stresszustände, vergiftete Umwelteinflüsse und Lebensmitteln (Kunstdünger und Herbizide, Pestizide, Fungizide sowie Insektizide) sowie eine erhöhte Zufuhr von tierischem Eiweiß (verseucht durch Medikamente und Hormone) über die Nahrungskette in einer Art Cyclogenie aufwärts entwickelt und dann als Parasit pathogen wird“.

Der sogenannte echte Parasit wurde geboren. Prof. Enderlein ging schon damals, also vor mehr als 100 Jahren davon aus, dass diese Aspekte das Grundübel der Menschheit darstellen und über deren Prozesse die Ursache aller chronischen Krankheiten hervorgeht. Im AKMON vergleicht er dies mit der „Büchse der Pandora“ aus der griechischen Mythologie. 

Immer mehr Forscher erkennen nachfolgend, dass die Frage nach der Gesundheit bzw. den Lebensvorgängen nur durch die Biologie und die moderne Physik beantwortet bzw. gelöst werden kann und die Medizin dabei fehl am Platz ist.

Weitere Unterstützung fand Enderlein im damals bekannten Physiologen Claude Bernard (1813 bis 1878). Von ihm stammte der berühmte Satz:

„Der Keim ist nichts, der Nährboden (das Milieu) ist alles“.

Inzwischen sind wir selbst davon überzeugt. Um auf diesem Planeten bzw. in dieser 3-dimensionalen Welt überleben zu können, benötigt jedes Lebewesen ein bestimmtes geistiges und biologisches Terrain (Bewusstsein). Jede biologische Veränderung des lebendigen Organismus, unabhängig, ob deregulativ (in Richtung Krankheit im erweiterten Sinne) oder regulativ (im Sinne der Regulation bzw. Heilung) braucht für ihre Entwicklung immer dieses bestimmte Terrain. Das ist im Detail unabhängig davon, ob es sich dabei um Bakterien oder Viren (im ursprünglichen Sinne) oder um entzündliche bzw. degenerative Deregulationen handelt. Das jeweilige entsprechende geistige und biologische Terrain bestimmt die Art der Entwicklung. Im Gegensatz zu den Bakteriologen seiner Zeit, die an fixierten toten Präparaten forschten, untersuchte Enderlein Vitalblut von Gesunden und Kranken über die Dunkelfeldmikroskopie. Durch seine akribische Arbeit entdeckte er schon damals (1916), dass das Blut unsteril ist und begründete somit die Entwicklungsgeschichte der Mikroben (1). In seinem Buch „Bakterien-Cyclogenie“ (1925) publizierte Enderlein seine Forschungsergebnisse (5).

Felix Löhnis (1874 bis 1930), einer der führenden deutschen Agrarbakteriologen seiner Zeit berichtete unabhängig von Enderlein bereits 1916 in seinem Buch „Life Cycles of the Bacteria“ über die zyklischen Entwicklungsvorgänge (Cyclogenie) von Bakterien.

In Bezug auf die Historie können wir zusammenfassen
In Bezug auf die Historie können wir zusammenfassen

Den „Endobionten“ finden wir in den vielfältigsten Wuchsformen und Entwicklungsstadien (vom Symbionten bis hin zum Parasiten) im Blut aller Säugetiere. Das beginnt während der Ur-Zyklode (Mucor-Zyklode, abgeleitet vom Pilz „Mucor racemosus“) mit dem „Protit“ und endet letztlich je nach Entwicklungsstadium wieder mit einem Pilz und seinen Protiten. Während dieses Prozesses culminiert das Protit je nach Entwicklungsebene zur Pilz-Cyclode „Mucor racemosus“ (Ur-Zyklode), aus der sich heraus auch die Pilz-Cyclode des Aspergillus niger und/oder die Pilz-Cyclode des Penicillium notatum entwickeln können.

Das Protit ist im Unterschied zum Mucor zu klein, als dass man es im Dunkelfeldmikroskop erkennen könnte. Im Unterschied zu einem Elektronenmikroskop, auf das nur ganz wenige Labore Zugriff haben, steht dem Therapeuten oder Forscher im Normalfall ein Dunkelfeldmikroskop eher zur Verfügung. Deswegen kann man den jeweiligen Pilz wiederum im Dunkelfeld-Mikroskop, normalerweise auch nur kurz vor dem Tod, zumindest nachweisen.

Am Rande sei erwähnt, dass sich dieses an sich „normale“ Bild in den vergangenen Jahren drastisch verändert hat und immer häufiger Bilder des entsprechenden Pilzes bereits innerhalb der Cyclode zeigen.  Interessant und spannend zugleich ist eine Tatsache, dass Spuren der angesprochenen Pilzgattungen auch bei allen von uns getesteten Menschen zu erkennen sind, bei denen jedoch noch keine hochpathologischen Krankheiten vorliegen. Das ist es, was uns in Zukunft noch sehr intensiv beschäftigen wird. 

Diesen Entwicklungsprozess der Mikro-Organismen beschreibt Enderlein übrigens in seinen späteren Werken ganz genau als einen Kreislauf des „Ursymbionten“ von der „Primitiv-Phase“ über die „Bakterien-Phase“ zur „Pilz-Phase“.

Die Cyclogenie der Bakterien

Ich möchte gleich zu Beginn wiederholen:

„Unter gewissen Umständen oder Milieufaktoren beendet der Symbiont oder Endobiont die Ursymbiose und wird zum Parasiten und somit zum Pathogen. Eine Cyclogenie bezeichnet somit den Entwicklungskreislauf von Mikroben“.

Diesem Entwicklungskreislauf liegen zwei Bezugspunkte zugrunde:

  1. vermehrte Mikroben-Entwicklung (Auxanogenie)
  2. fortschreitender,- morphologischer Wandel (Probaenogenie)

Die Voraussetzung der Bakterien-Cyclogenie ist eine geschlechtliche Vermehrung. Die geschlechtliche Vermehrung von Bakterien wurde von Enderlein ganz genau beschrieben. 

Enderlein dazu:

„Bakterien können sich geschlechtlich und ungeschlechtlich vermehren“.

Diese Erkenntnis Enderleins wurde rund 40 Jahre später durch den amerikanischen Forscher, Molekularbiologe und Genetiker, Joshua Lederberg (1925 bis 2008) bestätigt. Dafür erhielt er 1958 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin. Somit wurden Enderleins Forschungsergebnisse zwar bestätigt, jedoch ohne dass er selbst jemals zu seinen Arbeiten erwähnt wurde.

Wie bereits angeführt, durchleben Mikroben in der Cyclogenie diverse unterschiedliche Stadien. Jedes Stadium ist morphologisch genau definiert und endet im höchsten Aufbau-Stadium, dem Pilzstadium oder Culminante. Sie ist charakteristisch für die Cyclogenie. Die interessante Besonderheit ist, dass die Entwicklungsvorgänge umkehrbar sind. Man bezeichnet das dann als Aufwärtsentwicklung (Höherentwicklung) oder Abwärtsentwicklung (Niederentwicklung).

In vitro Untersuchungen zeigen, dass sich Bakterien in einem Milieu mit einem pH-Wert von 5,5 bis etwa 6,0 verändern (saures Milieu) und zu „zellwandfreien Bakterienformen“ verwandeln können (Cell Wall Deficient Forms – kurz CWD besondere zellwandfreie Mikroben-Formen siehe Quellenverzeichnis). Sie haben die Fähigkeit, sich unter bestimmten milieubedingten Voraussetzungen „zurück zu entwickeln“.

Felix von Löhnis beschrieb diesen Prozess bereits speziell für das Coryne-Bakterium. Lida Mattman (1912 bis 2008), Forscherin im Bereich der Immunologie, Mikrobiologie und Bakteriologie entdeckte intraerythozytäre, zellwandfreie Formen, die alle zusammen als CWD für latente Entzündungen verantwortlich gemacht werden.

Bakterien-Cyclogenie und Ontogenese

Um das Wesen der Bakterien-Cyclogenie verbildlichen zu können, wird sie von verschiedenen Forschern mit der Metamorphose (Ontogenese) von Insekten oder Fröschen verglichen (Larve-Insekt bzw. Kaulquappe-Frosch). Sowohl die Bakterien-Cyclogenie als auch die Ontogenese beschreiben morphologische Entwicklungsstadien. Diese unterscheiden sich jedoch in drei wesentlichen Merkmalen (s. Tabelle 2):

  1. Der Zoologe Ernst Haeckel (1834– 1919), auf den sich Enderlein in diesem Zusammenhang bezieht, sieht die Ontogenese „als ein abgekürztes Durchlaufen der Phylogenie an einem Individuum“ (14). In der Bakterien-Cyclogenie durchlaufen dagegen zahllose Generationen von Individuen wiederholt die einzelnen Stadien dieses Cyclus.
  2. In der Ontogenese sind die Prozesse grundsätzlich „aufbauend“, d.h. nie rückläufig.

Ein individuelles Insekt kann sich absolut nicht von einer Larve zu einem Ei rückentwickeln. Die Bakterien-Cyclogenie ist sowohl „aufbauend“ als auch „rückläufig“, bzw. „abbauend“.

  1. In der Metamorphose der Ontogenese entwickeln sich Individuen von Stadium zu Stadium weiter (Probaenogenie). Es erfolgt aber keine Vermehrung einzelner Stadien, d.h. aus einer Kaulquappe entstehen nicht mehrere Kaulquappen. Dem gegenüber können sich Wuchsformen einzelner Cyclogenie-Stadien vermehren (Auxanogenie, s. Mochlose).
Stadien der Bakterien-Cyclogenie und die Transformationsfähigkeit ihrer physiologischen und biologischen Eigenschaften

Die Pathogenität oder die Apathogenität der Mikroben (Bakterien) wird durch die Veränderung ihrer morphologischen Form und durch den Wandel ihrer physiologischen und biologischen Eigenschaften auf der Ebene der jeweiligen Cyclogenie-Stadien bestimmt.

Eine dieser physiologischen Eigenschaften besteht z.B. in ihrer Hitzestabilität und der Produktionsfähigkeit von Toxinen wie etwa Lipo-Polysaccharide, Clostridium-Toxine. Bei den biologischen Eigenschaften steht etwa die Virulenz der Bakterien im Vordergrund. Es gibt Studien die zeigen, dass Bakterien z.B. über äußere Zellmembran-Rezeptoren (extrazellulär) oder über Rezeptoren der Wirtszelle (intrazellulär) und/oder durch genetischen Austausch mit dem Wirtsorganismus reagieren bzw. kommunizieren.

Die Wechselwirkungen zwischen den Mikroben und dem Wirtsorganismus werden je nach Cyclogenie-Stadien durch die unterschiedlichen extrazellulären Oberflächen (Protein- und Antigenstrukturen) der einzelnen Formen bedingt bzw. beeinflusst. Das wiederum erzeugt einen Einfluss bzw. Aus-Wirkung auf den Stoffwechsel und das Immunsystem. Der intrazelluläre Bereich des Wirts-Stoffwechsels wird durch die sogenannten CWD`s (siehe Quellenverzeichnis) repräsentiert, welche die Bildung spezieller Proteine wie z.B. Capnine und EBNA 3 (Epstein-Barr-Virus nuclear antigen 3=> EPV-Genom) bewirken. Beide blockieren den Vitamin D-Rezeptor (VDR) und in weiterer Folge die Bildung antimikrobiell wirkender Peptide (6).  Das, bedingt durch ein verstärktes Signal an das Immunsystem, führt zu einem Ansteigen der bakteriellen Virulenz und zu inflammatorischen Prozessen.

Darüber hinaus ist es möglich, dass sich durch Einbau von Mikroben-DNA in das Genom des Wirts-Organismus eine Vererbung und sich so in weiterer Folge über Generationen innerhalb der Familie eine Prädisposition für Gesundheit und Krankheit entwickeln kann (siehe z.B. Miasmen-Lehre sowie entsprechende, dazugehörende Kulturepochen bzw. genauere Informationen zur Corona-Pandemie). Beispiele dazu wären Erbinfektionen (z.B. erworbene Resistenzen), Metagenomic-Microbiotica (Forschungsgebiet der Biowissenschaften, bei dem genetisches Material direkt aus Umweltproben extrahiert und analysiert wird sowie Forschungsgebiet des IFVBESA auf der Ebene der bioenergieinformativen Systemanalyse) (7). Diese Darstellung stützt die These von Prof. Enderlein, das sich pathogene Formen über Generationen im Menschen bilden und die Ursache für die Entwicklung chronischer Erkrankungen sein können (12).   

Mochlose

Die sogenannte Mochlose ist eine Bezeichnung von Prof. Enderlein, in der er die Stagnation oder Unterbrechung in der morphologischen Entwicklung innerhalb der Cyclogenie bzw. der Milieuveränderung darstellt. Sie wird repräsentiert, indem Mikroben (Bakterien) über Wochen, Monate oder sogar Jahre in einem Cyclogenie-Stadium verweilen und sich vermehren können (z.B. Coryne-Bakterium diphteriae). Kulturen aus dem Mochlose-Stadium werden als monomorph bezeichnet (zumindest so lange, bis sie dieses Stadium wieder verlassen), weil sie eine identische morphologische Struktur haben. Sie sind im Mochlose-Stadium sehr präsent und daher in vivo sehr eindeutig identifizierbar.

Daraus könnte man eine Erklärung für das Entstehen des Monomorphismus formulieren. Wenn Pasteur und Koch jeweils Mikroben-Kulturen aus dem Mochlose-Stadium isolierten, erforschten und beschrieben, gibt es einen Sinn, warum sie zu ihren Annahmen kamen. Dazu kam leider noch, dass sie ihre Mikroskopierungen an fixierten und nicht an vitalen Präparaten durchführten. Dadurch konnten sie die dynamische Wandelbarkeit innerhalb einer Bakterien-Population nicht erkennen bzw. gingen sie – im Falle von Unterschieden in einer Population – davon aus, dass es sich dabei um genetische Mutationen handelt. In weiterer Folge wurden diese vermeintlichen Mutationen einer anderen Mikroben-Gattung zugeordnet.

Wie bereits erwähnt, finden wir Mikroben in vivo im Mochlose-Stadium in einer erhöhten Konzentration. Je nach Stamm hat dies einen Einfluss auf das Milieu-Gleichgewicht. Im ungünstigsten Falle entsteht eine Deregulation. Diese kann sich lokal auf ein Organ oder Gewebe beschränken, oder auch systemische Auswirkungen haben (Erklärung zu den differenzierten Vitalblut-Analysen der entsprechenden Fingerbeeren nach dem Blutausstrich).

Verschiebt sich das Milieu, so hat das auch Auswirkungen auf die Unterscheidung der quantitativen Verhältnisse in der Anti-Gen-Struktur der entsprechenden Population. Sie beherrscht das Milieu sozusagen und stimulieren verstärkt eine Immunantwort.

Im Falle einer Regulations-Einschränkung oder Starre des Organismus oder des jeweiligen Regelkreises (totale Deregulation nach BESA) können Keime im Mochlose-Stadium zu einer chronischen Belastung für den Organismus werden. Das kann in weiterer Folge zu einer Hemmung im Immunsystem oder zu einer fehlgeleiteten Immunantwort führen.

Sehr oft liegt die Ursache dieses Prozesses in einer falschen bzw. Symptom-bezogenen Therapie. Dabei werden fälschlicherweise die sich vermehrenden Bakterien innerhalb des Mochlose-Stadiums regelrecht bekämpft. Kampf hat noch niemals zu Frieden oder Harmonie geführt. Und deswegen führt dieser Kampf zu einer weiteren Beeinflussung bzw. Belastung des Milieus und auch der gesamten Mikroben-Cyclogenie. Das kann zu einer weiteren Chronifizierung führen und die Entstehung weiterer, sekundärer Erkrankungen vorantreiben (Auto-Immunerkrankungen). 

Enderlein erkannte auch, dass durch Veränderung des Milieus das Mochlose Stadium aufgehoben werden kann. Diesen Prozess der Aufhebung bezeichnete er als die sogenannte Mochlolyse.

Der Prozess der Aufhebung des Mochlose-Stadiums erfordert eine Anregung der Regulationsfähigkeit des Organismus in Richtung einer basischen Milieuverschiebung (Wiederherstellung des Gleichgewichts innerhalb des Milieus). Das führt zur Aktivierung des Immunsystems und zur Mochlolyse (Aufhebung des Mochlose-Stadiums).

Wichtig: „Nur die Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit des Organismus (Regulation des Milieus) kann zur Aufhebung des Mochlose-Stadiums führen“.

Mochlolyse

Der entscheidende Ansatz für die Mochlolyse liegt in der Regulation des Milieus. Dieser Ansatz kann sehr vielartig gestaltet werden. Dabei spielen Lebensführung, Ernährung, naturheilkundliche Heilmittel, seit kurzem auch die Quantentechnologie und die Frequenzmedizin eine ganz entscheidende Rolle.

Betrachten wir unter dem Aspekt der Bakterien-Deregulation einen inflammatorischen Prozess, so ist es ganz wichtig, die Regulationsfähigkeit des Organismus und seiner Regelkreise zu fördern. Genau das muss das oberste Ziel sein, denn nur ein Milieu im Gleichgewicht bewirkt eine Mochlolyse pathogener Keime. Und dieser Prozess steht diametral zur medikamentösen Bekämpfung der jeweiligen Bakterien-Stämme (z.B. Antibiotika, die absolut keine Wirkung auf Bakterien haben).

Enderlein widersprach der These Robert Kochs in einem Vortrag 1953, wonach das Blut in einem gesunden Organismus steril sei („Wuchsformen von Mikroben im Blut“ (13) – Enderlein). Enderlein postulierte wie viele namhafte Forscher vor ihm (Theophrastus Bombast von Hohenheim, genannt Paracelsus, Prof. Otto Heinrich Warburg, Nobelpreisträger 1931 für medizinische Physiologie uvm.), stets die Bedeutung eines sich im Gleichgewicht befindlichen Milieus ebenso wie die Vielfalt und Formen der Mikroben im menschlichen Organismus. Immer wieder erwähnte er die Bedeutung des Milieus für die Erhaltung der Mikroben-Form- und Vielfalt in Bezug auf die Gesundheit des Menschen.

Bakterien-Cyclogenie und Mikrobiom-Forschung

Joshua Lederberg initiierte 2007 das Projekt „Human Microbiome Project“ (11). Ziel dieses Projektes war es, die Mikroben, welche im und am menschlichen Körper leben, mit molekularbiologischen Methoden zu identifizieren und zu charakterisieren. In diesem wertvollen Projekt konnte er darstellen, dass die Mikroben ein für die Gesundheit des Menschen wichtiges Superorgan darstellen (17).

Gleiches gilt in diesem Zusammenhang auch für die Tiere. Somit bestätigt das „Human Microbiome Project“ als modernes Forschungsergebnis die Lehre Enderleins und stellt somit eine enorm wichtige Unterstützung für den Pleomorphismus dar. Die Darstellung von Tabelle (2) gibt ein Grundverständnis, indem sich die Bakterien-Cyclogenie nahtlos in die modernen Erkenntnisse über das Netzwerk von Mikroorganismen und Immunsystem eingliedert.

Genau diese Darstellung ergänzt unsere eigenen Forschungsergebnisse und gibt eine solide Basis zur weiteren wissenschaftlichen Forschung und Verifizierung von Parasiten in diesem Projekt P75 3.1 der angewandten Quantentechnologie.

Abb. 2 Darstellung der Forschungsergebnisse aus der Bakterien-Cyclogenie und der Mikrobiom-Forschung (Human Microbiome Project -https://www.hmpdacc.org/)

Die Mikrobe ist nichts, der Nährboden ist alles

Dieser Spruch trifft zwar nicht zu 100% zu, doch stellt er einen sehr wichtigen und wissenschaftlich aussagekräftigen Satz dar, der von Claude Bernard getroffen wurde.

Um auf diesem Planeten bzw. in dieser 3-dimensionalen Welt überleben zu können, benötigt jedes Lebewesen ein bestimmtes biologisches und geistiges Terrain. Jede biologische Veränderung des lebendigen Organismus, unabhängig, ob bösartig (in Richtung Krankheit im weiteren Sinne) oder gutartig (im Sinne der Heilung) braucht für ihre Entwicklung immer ein bestimmtes Terrain. Das im Detail unabhängig davon, ob es sich dabei um Bakterien oder Viren (im ursprünglichen Sinne) oder um entzündliche bzw. degenerative Deregulationen handelt. Das jeweilige entsprechende geistige und biologische Terrain bestimmt die Art der Entwicklung.

„Die Wichtigkeit unseres Bewusstseins (geistiges Terrain) spiegelt sich, abgebildet in der apathogenen Milieu-Bildung bei Mensch und Tier, auch in unseren eigenen Forschungsstudien eindeutig wieder“.

Direkt zu Teil 4 der BLOG-Reihe: Symptome der Pilz-Cycloden

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